Monday, January 5

New Year Resolutions and their Challenge

So right away today I had the opportunity to practice to stay positive. Hooray!

Here's what happened:
I got 1 (in words: ONE) hour of sleep because I worked till 0:30 (and a. still was only prepared for half my lessons and b. I couldn't even blame anyone because I had wasted my time before. Frustrating...)
And then I couldn't sleep because... I couldn't sleep. Till 3:30 in the morning. I think this is wrong. Especially when the alarm is set at 4:30; because I had forgotten to read the book I intended to finish with my 12th graders. Good thing God also loves the chaotic (I think we can find this in the Beatitudes)!

Anyways, so I managed to (almost) finish the book (not having a clue yet what I would be teaching about it an hour later, though), get out of the house ON TIME, caught my tram (party!!) to then miss my stop. I don't know how or why, but there seems to be this unwritten rule in my life that I just HAVE to miss my stops at least 3 times a month. So, actually I'm happy that I helped my statistics on only the 5th of the month!
Nonetheless, I somehow made it to class almost on time by ignoring the red lights (and also all the little students well-behavedly waiting at them as well as the fact that their parents might at this very moment be writing letters of complaint about my behaviour to my superiors). But you have to understand: I had to ignore the lights in order to reach the land beyond the barrier, the realm of my workplace, the country of enlightenment before the train came! (On time that is. On days I don't miss my stop I manage to be a role model. At least as far as the barriers are concerned.)

So there I was, in front of my class, two minutes late, sweating and still in my coat and ready to get to sleep still having no clue what I would do with them...

And here are the good things:
1. I SURVIVED!!
2. I did come up with sponteneous teaching ideas.
3. I did neither shout at nor bite any of the 130 students in my care today!
4. I stayed happy by really only taking one step at a time.
And today that meant: Not looking at the day (scary!), not even at the next lesson (still scary because unprepared in half of all cases). But only at portions of the next ten minutes.

I takes a decision (in today's case 1,526 to be exact) to stay positive and God's grace to get up again (you can't imagine how much I still swore and was bitchy and cranky and eeh! Where did I take the energy from to do THAT??)

Each day will take care of itself.
But honestly, it would make me happy if tomorrow did not offer so many chances to practice...

Saturday, January 3

One Step at a Time

School's starting again on Monday after a long break due to sickness and Christmas and I have to say that I'm going to face a lot of things I just haven't missed A BIT. Grading and marking being among them which I have already been doing the last three days...

But anyways, one of my New Year's Resolutions is to always look on the bright side of life and stay positive whatever happens :)
So, I'm trying to find the right balance between planning well and living in the now because tomorrow will take care of itself. And, honestly, I'm overwhelmed just thinking of the work load of the next two days. But then (tatataTAAAAA) I'll just lift my eyes up to the mountains where does my help come from!

So I'm looking forward to a pretty relaxed day of marking and preparing today and tomorrow and am excited about the good things that are to come.

And don't forget: Think pink!!

Friday, October 17

Dinge, die so nicht sein sollten

Ich trinke Tee.
Nicht irgendeinen Tee; nein! KAMILLENtee. Das sollte so definitiv nicht sein! Denn ich bin ja überzeugte Kaffetrinkerin. Und was bedeutet es, wenn eine Kaffetrinkerin (im generischen Femininum sind natürlich auch die männlichen Vertreter dieser Spezies mit eingeschlossen) - also, was bedeutet es, wenn eine Kaffeetrinkerin KAMILLENtee trinkt? Richtig! Sie hat sich den Magen verdorben. Oder verderben lassen. Oder er war ihr verdorben worden. Ich bin mir nach einer 13-stündigen Lateinarbeitakkordkorrekturrunde nicht mehr ganz sicher, welche Zeit und welches Genus Verbi an dieser Stelle gebraucht werden sollen täte.

Über Schlaf oder dessen Abwesenheit
Als ich also heute morgen noch so mit meinen Korrketuren fertig wurde, dass ich rechtzeitig zur Schule hätte gehen können, und mir mein Körper dann zurief: "Das hast du ganz toll gemacht! Schön lange hast du gearbeitet, dann ruhen wir uns jetzt mal schön aus!", hätte ich fast erwartet, dass ich in eine etwas längere Schlafphase eintreten würde. Aber nein, zwei Stunden sollten es werden. Is' ja auch schön. Komm' ich nich' raus.

Keine Lieder über Liebe...
...sondern über politische Missstände. Streiklieder. Interessante Kiste. Wir haben eine Menge Umgedichtetes gehört, unter anderem ABBA's "Waterloo" (Wowereit, wir sind schon lang' deine Sprüche Leid!) und Gus Backus' "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" (Das ist die gute Ute aus der Kita). Sollte Letzteres unbekannt sein: Hier kann man seinen musikalischen Horizont erweitern: http://www.youtube.com/watch?v=nr6GyinkWr0
Diese beiden Lieder vereinen sich in meinem Kopf stets zu einem unschönen Medley. DAS soll so ganz bestimmt nicht sein.

So, dann hoffe ich mal, dass sich diese Übelkeit bald mal verflüchtigt. Eigentlich will ich heute Abend nämlich in ein Flugzeug steigen. Und Übelkeit und Fliegen verträgt sich ja mal gar nicht...

Saturday, September 27

Ausreden und Weigerungen

Werd' Lehrer - dann erlebste was!

Also, so nich'!
Unterricht in Klasse 5. Es ist das Ende der Doppelstunde und ich bin schon ziemlich entnervt nach 80 Minuten des Flöhehütens. Mir fällt auf, dass es sinnvoller ist, wenn die Kinder in einer Übung sowohl die Langformen von den verneinten Formen von to be als auch deren Kurzformen aufschreiben. Allerdings erst, nachdem die Schüler schon damit angefangen haben, die Übung zu bearbeiten.

ich: "Die Sätze, die ihr jetzt schon geschrieben habt, lasst einfach wie sie sind; aber wenn ihr den nächsten Satz anfangt, schreibt bitte sowohl die Lang- als auch die Kurzform auf. "
Leo (den Kopf trotzig zur Seite gelegt mit Tränen in den Augen): "Also, ich mach jetzt entweder so weiter wie vorher oder ich schreib gar nicht mehr!"
ich (sichtbar genervt und lautstark): "Leo, jetzt werd' mal nicht dramatisch! Du machst jetzt einfach mal, was ich sage, ohne groß zu diskutieren!"

WAS HABE ICH GETAN?!? Ein Kinderleben zerstört? Wird es jetzt eine riesige Heul-Arie geben? Werden die restlichen 10 Minuten Unterricht für immer verloren und mein Verhältnis zu Leo auf ewig nachhaltig gestört sein??

Aber nein. Leo schluckt die Tränen herunter, schnappt sich wieder seinen Füller und sagt: "O.k."

Versteh' einer die Kinderseele.

Da müsste man schon Superman sein
Unterricht in Klasse 10. Auf die Frage, ob es jemanden gibt, der die Vokabeln nicht gelernt hat, bekomme ich die Antwort:

"Ich konnte die Vokabeln nicht lernen, weil ich das Vokabelbuch nicht hatte."
"Warum hast du denn kein Vokabelbuch?"
"Na, ich hab schon eins, aber ich kam da nicht ran, weil wir gerade renovieren, und der Schrank, in dem das Buch ist, war mit Folie abgeklebt."
"Nur damit ich das richtig verstehe: Du konntest die Vokabeln nicht lernen, weil das Buch in einem Schrank war, der mit einer undurchdringlichen Folie abgeklebt war?"
(Schon leicht hektisch): "Sie müssen das verstehen. Das GANZE ZIMMER war mit Folie abgeklebt und die war überall festgemacht!"
"Oh, ich verstehe. Du kamst also am Montag nach Hause und auf EINMAL war dann GANZES ZIMMER von dieser UNDURCHDRINGLICHEN Folie überspannt.
Ich notier mir das mal trotzdem als nicht gemachte Hausaufgabe..."

Kinder...

Thursday, September 25

Dis war krass...

Mittwoch war der eindeutig anstrengendste Tag meines bisherigen Berufslebens. Der Mittwoch ist ohnehin immer stressig, da ich um kurz nach halb Acht in der Schule und dann eigentlich bis um 15:00 am rennen bin. Und zwar vom Erdgeschoss in den zweiten Stock, ins Erdgeshoss ins eine Nachbargebäude - wenn ich Glück habe, habe ich jetzt eine Freistunde (sofern ich nicht vertreten muss), die ich dazu nutzen kann, mir einen Kaffee zu holen und zu kopieren - um anschließend ins zwar fußläufig erreichbare, aber dennoch ca. 10 Minuten entfernte zweite Nachbargebäude zu hetzen. Die einzigen längeren Pausen, die es gibt, habe ich Aufsicht in dem Nebengebäude, das die Zwerge beherbergt. Uff...

Nun, an besagtem vergangenen Mittwoch vollzog sich mein Tag genau wie oben beschrieben, nur dass ich statt einer Freistunde eine lediglich10-minütige Pause hatte, in der ich etwas essen und einen Kaffee trinken (schließlich hatte ich mal wieder nur 4 Stunden geschlafen) und auf die Toilette gehen konnte, bevor ich meine Leistungskursler eingesammelt und sie ins Museum geschleppt habe.
Und ab hier nahm das Unheil seinen Lauf:

Museumsbesuch zu Ende, war schön und noch schöner ist es, dass es erst 14:00 und das Museum nicht einmal eine halbe Stunde von zu Hause entfernt ist. Dies soll mir genug Zeit lassen, nach Hause zu kommen, etwas zu essen, mich kurz hinzulegen, evt. sogar mein Solo zu üben bevor ich zum Chor muss.
So weit die zwar schöne, aber leider utopische Idee. Denn nach kurzem Check sämtlicher Taschen stelle ich fest, dass ich meines Schlüssels verlustig gegangen zu sein scheine. Hmm... Die einzige Möglichkeit, wo ich ihn habe vergessen können, war in der Schule. Also verbringe ich meine Pause damit, über eine Dreiviertelstunde lang zurück in den hohen Norden zu fahren, dort tatsächlich meinen Schlüssel (anscheinend auf der Toilette vergessen) gegen eine Findergebühr (für die Gummibärchenkasse; Tradition dort; es gibt mehrere schlüsselherumliegenlassende Lehrer) von 2,50€ wiederzuerlangen, eine weitere Stunde zurück nach Hause zu fahren, um dann genau noch genug Zeit zu haben, einen Kaffee in einen Thermobecher zu füllen (gepriesen sei dessen Erfinder!), mir meine Noten zu schnappen und loszuflitzen; aber nicht ohne einen Stapel Vokabeltests, den ich in der Bahn korrigieren kann. Man muss die Zeit beim Schopfe packen, wann immer man sie zu fassen kriegt.

Dann Solo-Probe von 17:30 bis 18:00, Gesamtchor- und Orchesterprobe von 18:00 bis 20:15 und im Anschluss - weil einer der Solisten die Solistenprobe am Anfang verpennt hat - eine weitere im Anschluss von 20:30 bis 21:00.

Habe dann auf meinem Nachhauseweg meine direkt kommende Tram fahren lassen, da am U-Bhf. ein vielleicht 6-Jähriger Knabe völlig mutterseelenallein rumhing. Klasse Idee. Berlin ist ja sicher in der Nacht. Anyways...

Ankomme daheim gegen 22:30, dann Start der Unterrichtsvorbereitung.

Dis war krass...

Thursday, September 18

I Love My Job

Wer hätte nach meiner Erfahrung in Studium und Ref gedacht, dass einst der Tag kommen würde, an dem ich dies äußere. Is' ne rhetorische Frage; braucht daher kein Fragezeichen.
Habe nunmehr Woche drei erfolgreich hinter mich gebracht, wenig geschlafen wie nie und bin auf einem Kaffekonsumhöchstmaß angekommen, das nicht mehr gesund sein kann, aber ES IST TOLL!

Außerdem habe ich einen Platz am wahrscheinlich witzigsten Tisch des ganzen Kollegiums abbekommen, was mich natürlich hoch erfreut, ich verstehe mich mit den Kollegen gut und wir arbeiten sogar zusammen! Paradiesähnliche Zustände.

Jetzt müsste ich mich nur mal wieder aufraffen, weiter zu machen; is' ja schließlich noch früh und ein bisschen was zu tun :)

Genießt das Wochenende! Dit ham wa uns vadient!

Tage wie dieser

Ich war heute sage und schreibe 10,5 Stunden in der Schule bzw. in Schule und Umgebung. Na, arbeiten halt. Plus über eine halbe Stunde Arbeit auf dem Weg hin und eine halbe Stunde auf dem Weg zurück. Und jetzt geht's dann weiter mit Vorbereiten, Korrigieren, Organisieren,... Something is not quite right about that.

Gehalt II
Habe heute einen lustigen Brief von der Senatsverwaltung bekommen, in dem es heißt, dass ich ja in den neuen Tarifvertrag überführt werde (bitte???), aber dass sie das noch nicht in der Abrechnung darstellen könnten (ach so?!), aber das sei ja gar kein Problem, denn sie hätten mich ja darüber informiert, was das finanziell für mich bedeuten würde (haben sie definitiv nicht!).
Wenn das jetzt bedeutet, dass ich noch mal 200€ weniger bekomme als - vertraglich (!) - abgemacht, fange ich einen privaten Sitz- und Hunger-Steik an. Das wird die dann aber beeindrucken. Jawoll!
Und wenn nicht, dann nehme ich meine Fünftklässler mit und kette sie an die senatsverwaltorischen Schreibtischstühle. Dann können sie mal sehen, was sie davon haben. HA!


Auswüchse


a)
Bin die einzige im Kollegium, die rote Haare hat.
Ja, die Konferenz war lang und genauso weilig...

b) Es ist erstaunlich, wie viele Stadien der Müdigkeit es gibt.
Ich dachte, ich hätte damit nach Studium und begleitendem Halbtagsjob und dem Referendariat jetzt nicht nur einige Erfahrung, sondern bereits alles kennen gelernt, aber nein! Gegen Ende der Woche habe ich wirklich unschöne Aussetzer in nie da gewesenem Maße (und das will was heißen).
Vielleicht liegt es daran, dass jetzt täglich ca. 180 Menschen(kinder) an meinen Nerven nuckeln. Wobei Fünftklässler eigentlich vierfach zählen. Und die Max-und-Moritz-Kombos können mit einem Faktor von 1,75 berechnet werden. Was das dann insgesamt macht, rechne ich euch in den Herbstferien aus. Oder nach meiner Pensionierung.

Aber morgen kann ich ja erst mal ausschlafen. Bis um 6:00. PARTY!!!