Thursday, September 25

Dis war krass...

Mittwoch war der eindeutig anstrengendste Tag meines bisherigen Berufslebens. Der Mittwoch ist ohnehin immer stressig, da ich um kurz nach halb Acht in der Schule und dann eigentlich bis um 15:00 am rennen bin. Und zwar vom Erdgeschoss in den zweiten Stock, ins Erdgeshoss ins eine Nachbargebäude - wenn ich Glück habe, habe ich jetzt eine Freistunde (sofern ich nicht vertreten muss), die ich dazu nutzen kann, mir einen Kaffee zu holen und zu kopieren - um anschließend ins zwar fußläufig erreichbare, aber dennoch ca. 10 Minuten entfernte zweite Nachbargebäude zu hetzen. Die einzigen längeren Pausen, die es gibt, habe ich Aufsicht in dem Nebengebäude, das die Zwerge beherbergt. Uff...

Nun, an besagtem vergangenen Mittwoch vollzog sich mein Tag genau wie oben beschrieben, nur dass ich statt einer Freistunde eine lediglich10-minütige Pause hatte, in der ich etwas essen und einen Kaffee trinken (schließlich hatte ich mal wieder nur 4 Stunden geschlafen) und auf die Toilette gehen konnte, bevor ich meine Leistungskursler eingesammelt und sie ins Museum geschleppt habe.
Und ab hier nahm das Unheil seinen Lauf:

Museumsbesuch zu Ende, war schön und noch schöner ist es, dass es erst 14:00 und das Museum nicht einmal eine halbe Stunde von zu Hause entfernt ist. Dies soll mir genug Zeit lassen, nach Hause zu kommen, etwas zu essen, mich kurz hinzulegen, evt. sogar mein Solo zu üben bevor ich zum Chor muss.
So weit die zwar schöne, aber leider utopische Idee. Denn nach kurzem Check sämtlicher Taschen stelle ich fest, dass ich meines Schlüssels verlustig gegangen zu sein scheine. Hmm... Die einzige Möglichkeit, wo ich ihn habe vergessen können, war in der Schule. Also verbringe ich meine Pause damit, über eine Dreiviertelstunde lang zurück in den hohen Norden zu fahren, dort tatsächlich meinen Schlüssel (anscheinend auf der Toilette vergessen) gegen eine Findergebühr (für die Gummibärchenkasse; Tradition dort; es gibt mehrere schlüsselherumliegenlassende Lehrer) von 2,50€ wiederzuerlangen, eine weitere Stunde zurück nach Hause zu fahren, um dann genau noch genug Zeit zu haben, einen Kaffee in einen Thermobecher zu füllen (gepriesen sei dessen Erfinder!), mir meine Noten zu schnappen und loszuflitzen; aber nicht ohne einen Stapel Vokabeltests, den ich in der Bahn korrigieren kann. Man muss die Zeit beim Schopfe packen, wann immer man sie zu fassen kriegt.

Dann Solo-Probe von 17:30 bis 18:00, Gesamtchor- und Orchesterprobe von 18:00 bis 20:15 und im Anschluss - weil einer der Solisten die Solistenprobe am Anfang verpennt hat - eine weitere im Anschluss von 20:30 bis 21:00.

Habe dann auf meinem Nachhauseweg meine direkt kommende Tram fahren lassen, da am U-Bhf. ein vielleicht 6-Jähriger Knabe völlig mutterseelenallein rumhing. Klasse Idee. Berlin ist ja sicher in der Nacht. Anyways...

Ankomme daheim gegen 22:30, dann Start der Unterrichtsvorbereitung.

Dis war krass...

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